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Jan
2010
Was fühlen sensible Menschen?
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Kommentare: 32
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#1
Überforderung. Ich hab meistens den Kopf voller Gedanken und man sagt mir auch öfter, ich würde zu viel denken. Das tu ich allerdings, um meine Gefühle zu strukturieren. Was ist meins? Was kommt von außen? Kommt es bewusst von außen oder nehme ich Dinge wahr, die dem Absender selbst nicht bewusst sind? Oder nehme ich Dinge wahr, die gar nicht in meiner unmittelbaren Umgebung stattfinden? All das ist jedoch gedanklich und gefühlsmäßig kaum zu erfassen. Also Überforderung...
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#2
Interessant formuliert muss ich sagen - trifft auch auf mich zu - hätte es aber kaum so genau in worte fassen können
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#3
Seit mir klar ist, dass ich nicht einfach nur sensibel, sondern eben hoch sensibel bin, gelingt es mir leichter, den"Realitätsschock" zu überwinden und die Dinge so zu sehen, wie sie sind. Eher eine Einheit der Dinge. Nicht die vielen aufreizenden Details. Ich mache auch oft die Erfahrung, Ereignisse vorauszuwissen,
Gedanken und Gefühle Anderer zu spüren. Da ich als Musiker tätig bin, kann ich meine Sensibilität ausleben. Trotzdem leide ich immer noch an der Nicht-Sensibilität der Anderen. -
#4
Mir fiel es wie Schuppen von den Augen! Ich bin nicht allein mit diesem Thema Hochsensibilität. Das Schöne daran ist, mein Feingefühl bzgl. Farben, Formen und Klänge auszuleben. Musik, Malen, Natur... Das Schwierige daran ist: Mit dem Spott der anderen klarzukommen, z.B. "Stell dich nicht so an." Oder: extremer Stress und Lärm, aber auch starke Emotionen. Die meisten Personen sind leider "Nicht-Sensibel"
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#5
Mir wird oft gesagt das ich eine sehr sensible person bin. Ich behaubt wenn man mich sieht und mich wahrnimt würde das NIEMAND von mir denken. ( Grosser, kräftiger sportlicher junger man) Jedoch sagen mir das nur menschen die mich besser kennen mit denen ich überhaubt über mich spreche. Ich nehme oft wahr, dass es leute nervt oder sie mit gewissen gedankenausbrüche von mir nicht klar kommen die ich auch knalhart sage. Die gedankewirbel sind nicht einfach nicht verständlich. Ich finde jedoch das man sich mit der sensibilität auch zurück halten muss sonst finde ich das einwenig zu eifach oder sogar egoistisch wenn man gewisse sachen eifach darauf abschiebt, denn man ist ja "sensibel"
Ich bin nicht sensibel gegen normale verschiedene einflüsse.( Lärm. stress oder solche sachen) Ich reagiere einfach stark auf emotionen der anderen und lasse mich extrem beinflussen. -
#6
Ich nochmals.
Geht das einem auch so, dass ihr einfach von völlig unsensiblen menschen angezogen und enteuscht werdet!? weil sie so rücksichtslos sind. -
#7
Ich leide auch sehr unter meine Sensibilität. Ist sensibilität angeboren oder angelernt?
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#8
Ich konnte mich nicht konzentrieren, ich kann auch schlecht ein Stoff lernen und auch behalten. Ich gerate in Panik, es sind Ängste, ich bin innerlich überhaupt nicht entspannt.
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#9
Empfinde meine Sensoren inzwischen nicht mehr als Belastung, sondern als Geschenk. Habe gelernt mich abzugrenzen und die vielen Inputs anzunehmen und wehre mich nicht mehr dagegen.Klappt ganz gut inzwischen. Wenns mir zuviel wird, mach ich alleine Sport,schrei ne Runde und dann ist der Kopf wieder frei. Probleme gibts bei Ungerechtigkeit und Lügen, da bin ich zu hart mit mir und Anderen gegenüber. Learning by doing ;-))
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#10
Werde immer wieder dabei erwischt unbewusst und spontan andere auf viele schöne Dinge aufmerksam zu machen mit einem erstaunten Ausruf "oh guck mal daaa" - zunächst beschmunzelt erlebe ich nun häufige Dankbarkeit "ich hätte es ohne dich gar nicht gesehen".. andere Menschen teilhaben zu lassen ist wunderbar :o) ganz anders ist da der Tanz auf dem Seil zwischen Hochbegabung und Hochsensibilität - hoher eigener Anspruchshaltung und mangelndem Abgrenzungsvermögen..
Ein Geschenk mit mehreren Seiten - aber auch Zuversicht: irgendwann werden wir doch alle gelernt haben unsere Ressourcen zu schätzen und zu nutzen!!
Ich wünsche Euch einen sinn-vollen Frühling ;o) -
#11
Es ist nicht einfach zu leben, wenn man die Eindrücke und Gedanken der anderen spüren kann. Dies erschwert das Leben.
Mir wirds oft von den Nicht-Sensiblen gesagt, dass ich übertreibe. Aber seit dem ich zu meinen Gefühlen stehe, verachte ich diese Aussage. -
#12
Mmh, gerade heute bin ich wohl mit all meinen Eindrücken überfordert. Es ist so schwierig in einer eigenen Welt zu leben, die andere zum Teil als krankhaft und neurotisch ansehen und nur wenige wirklich hinter einem stehen. Diese tiefe innere Welt jedoch ist auch unermesslich schön, so weit und gibt so viel. Für mich war das seit jeher normal - schon als Kind habe ich mehr gespürt, gesehen, gerochen, geschmeckt und gefühlt als alle anderen. Ich habe immer versucht es meinen Mitmenschen bildhaft zu machen - bis ich vor einigen Wochen feststellte, dass das zu viel von den Nichtsensiblen verlangt ist. Wie sollen denn diese Menschen eine hochsensible Ansichtsweise verstehen oder gar nachempfinden? Sie können es nicht - genau wie wir hochsensiblen uns nicht einfach ein paar Wahrnehmungsfilter mehr bei ebay ersteigern können. Es ist wichtig zu dosieren und mehr Gewichtung in den ersten Eindruck zu legen, den man von einem Menschen hat. Ich denke, dass uns unsere gute Intuition einen Schutz vor eben diesen Enttäuschungen und Verletzungen bietet - uns zeigt welche Menschen uns gut tun und welche nicht. Ich habe eine lange Zeit nicht auf diese innere Stimme gehört und somit mir und auch anderen weh getan. Wochenlang habe ich nicht auf mich geachtet, mir keine Ruhe gegönnt, zu viel Alkohol( gar nicht gut für hochsensible, da er Emotionen noch verstärkt) getrunken, mich von den (z.T auch unbewussten) Emotionen meiner Mitmenschen erdrücken lassen - bis alles mit einem Mal aus mir herausgebrochen ist, was in dem Moment viele sehr überfordert hat. Ich stehe nun vor einem kleinen Scherbenhaufen, dessen Auswirkungen mir wiederum sehr zu schaffen machen - die Kehrschaufel jedoch ist die Erkenntnis, dass es an jedem selber liegt, klare Grenzen zu setzen, sich nicht alles gefallen zu lassen, nicht alles von sich preiszugeben, dem Alltag (wenn auch nur durch kurze Tagträume) zu entfliehen, aber eins nicht mehr tut: Vor sich selbst weglaufen...
"In jedem Gefühl steckt sowohl Anfang als auch Ende einer Wahrheit" -
#13
gut zu wissen das man nicht allein mit so etwas ist.
ich hab mir schon immer alls zu herzen genommen...nur hab ich es nie gezeigt und immer gut verstecken können. aber komisch ist, das es jetzt nich mehr geht. die enttäuschung übergewisse dinge kann ich nur noch mit tränen ausdrücken und keiner versteht warum wegen einer lapalie geweint wird.
was mir aufgefallen ist, das ich durch das lesen zwischen denn zeilen so verletzt werde. vielen fällt es nicht auf das sie etwas verletzendes gesagt haben weil es unbewusst aus ihnen herrausgesprudelt kam. -
#14
das klingt alles als wäre die Sensibilität eine Krankheit mit der man fertig werden müßte ???
Ich bin so froh das ich so sensibel bin und ich möchte es niemals missen dieses Empfinden.
Ich habe oft das Gefühl "schon alles zu wissen" was schrecklich arrogant klingt und auch für mich nicht einfach ist,wenn mir Jemand sein Herz ausschüttet oder einfach erzählt wie es Ihm geht und ich das Gefühl habe schon alles zu wissen bzw. schon zu fühlen.
Ich denke deshalb sind sensible Menschen gute Zuhöhrer. Ich war schon als Kind extrem sensibel und habe mich oft gefragt "hab ich ein an der Birne " ? oder sind es die Anderen ?
Ich hab einen Job der Sensibilität eigentlich nicht zulässt aber genau das ist es was mich in diesem Job gut macht denn ich habe mit anderen Menschen zu tun und ich möchte niemals darauf verzichten.
Ich denke Jeder hat diese sensible Seite aber nur wenige lassen sie zu weil sie im Strom der Masse nicht untergehen wollen in der heutigen Zeit nicht verwunderlich nur sehr schade.
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#15
Ich persönlich fühle oft Einsamkeit. Die Welt ist gerade momentan, in Zeiten, in denen sich viele Menschen in Online-Games verkriechen, sehr einsam geworden. Der allgemeine Umgangston (so meine Meinung) wurde auch härter. Jeder kümmert sich nur noch um sich. Jeder will irgendwie sein eigenes Recht einfordern, gibt keinen Zentimeter nach. Ausreden lassen haben viele auch verlernt. Ich fühle mich von Vordränglern im Fuß auch irgendwie ausgenutzt.
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#16
Es ist manchmal schwierig mit der Hochsensibilität umzugehen. Verständnis von anderen erwarte ich allerdings nicht. Erwartungshaltung enttäuscht fast immer nach meiner Erfahrung. Mir macht insbesondere Lärm ziemlich zu schaffen und die Ignoranz meiner Mitmenschen in der Hinsicht lässt so manches Mal meinen Kragen platzen. Die Patentlösung habe ich dazu für mich noch nicht gefunden, leider!
Empathie und überhöhte Aufmerksamkeit in größeren Runden von Menschen kriege ich mich etwas Alkohol gut in den Griff. Bei mir reduziert der Alkohol das Empfinden, und das heißt jetzt nicht, dass ich mich dafür betrinken muss :-). Beruflich habe ich mich so eingerichtet, dass ich allein arbeite als Freiberufler ohne mich tagtäglich mit mehr oder weniger vielen Menschen umgeben zu müssen. Das ist schon eine große Hilfe aus meiner Sicht!
Ihr Buch "Sie nannten mich Sensibelchen" war schon eine große Hilfe für mich. Allein schon deswegen, weil es eine Betroffene geschrieben hat. Bei anderen Büchern, und zum Thema gibt es auf Deutsch ja nicht gerade viel, ist das Problem aus meiner Sicht häufig, dass die Autoren nicht immer selbst betroffen sind. Vieles was deutschsprachige Autoren zum Thema schreiben, oder wie man damit umgehen kann/sollte, ist mir auch zu esoterisch angehaucht. Wenn es jemandem hilft - wunderbar!!! Ich kann damit -leider- nicht viel anfangen. Habe mir nun ein paar Bücher auf Englisch bestellt - und bin gespannt, ob die mir vielleicht doch bei einigen Punkten meiner Hochsensibiltät weiterhelfen können.
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#17
Ich war immer anders als die anderen - konnte lange nicht verstehen warum und fühlte mich gerade in der Kindheit und in der Studentenzeit super unverstanden - mittlerweile komme ich persönlich besser mit mir zurecht besonders da ich meinen Seelenverwandten gefunden habe. Schwierig ist es aber dennoch - ich komme irgendwo hinzu und spüre genau wo die anderen gefühlsmäßig stehen (es ist hart wie viele Menschen feinselig und skeptisch durch die Welt laufen) und es belastet mich so sehr, da ich bei manchen gerne helfen würde. Ich meide große Menschengruppen und um etwas zu lernen suche ich immer die Einöde da ich sonst dauernd alles andere um mich rum wahrnehme. Meine Familie nimmt mich und liebt mich so wie ich bin und akzeptiert meinen ständig arbeitenden Kopf. Aber Sorgen macht mir unser zweitjüngster Sohn, da er auch supersensibel ist. Hat jemand mit Kindern Erfahrung???
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#18
Ich bin immer wieder am Boden zerstört, wenn ich merke, wie unehrlich viele Menschen in ihren Gefühlen und ihren Aussagen sind. Wie sich viele verstellen, sich hinter riesigen Mauern verstecken - oder einfach wie Mauern aus eiskalten Steinen bestehen. Unhöflichkeit, Lärm und aggressives Ellbogen-Verhalten weckt in mir große Abscheu. Ich glaube, dass sensible Menschen in die falsche Zeit hineingeboren worden sind. Die Zeit der Romantik oder von Sturm-und-Drang wäre passender. Ich mag Gemälde von A. Böcklin (Toteninsel-Bilder), C.D. Friedrich, sie sprechen zu mir, als wäre ich ein Teil von ihnen._ Ich kann mich nur schwer ausdauernd auf ein Thema konzentrieren. Alles interessiert mich, die Welt ist so faszinierend. Vor allem Menschen. Ich würde so gern in ihre Köpfe, in ihre Seelen, in ihre Herzen hineinschauen, um sie zu verstehen. Vor allem, weil ich immer wieder merke, dass nur wenige Menschen so sind, so viel denken, so intensiv fühlen wie ich.
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#19
Ich beschäftige mich erst kurz mit dem Thema Hochsensibilität. Je mehr Erfahrungsberichte ich lese umso mehr erkenne ich mich selber wieder. Womit ich sehr zu kämpfen habe, ist die Tatsache dass ich vor allem negative Gefühlsmeldunge/Signale von anderen Menschen aufnehme, zumindest bewusster. Auf der anderen Seite schaffe ich es nicht, sie anzusprechen.
Wenn dann noch der Zustand der Überforderung eintritt, wird es echt schwierig für mich. Ein wenig Rückzug und es wird wieder besser. -
#20
Also ich bin total froh, das alles lesen zu können weil vieles auch mich wieder Spiegelt was die Sensibität an geht. Ich dachte immer ich wäre eine der wenigen die dieses Problem haben,bin aber überrascht das es viel gibt dieses ``Problem`` auch haben. Ich nenne es mal Problem da es ja oftmals in unsere Ellenbogen Gesellschaft zu einen Problem werden kann, wenn man einwenig feinfühliger ist als andere. Ich persönlich habe auch immer wieder die Erfahrung machen müssen das mich meine sensiblität sehr überfordert, oftmals fühle ich die Emotionen andere und trage Sie dann immer mit mir, reflektiere Sie in meinen Gedanken immer wieder und versuche zu verstehen warum das so sein kann, weshalb Menschen so reagieren. Auf viele Menschen wirke ich machmal sehr anstrengend und nachdeklich, da ich immer wieder über meine intensives Empfinden und über meine Gedanken ausführlich berichten tue. Das geht manchen auf die Nerven, wobei es nur eine Art ist meine senibiltät zu verarbeiten. Was ich mir abgewonnen musste oder besser gesagt gelernt habe mir abzugewonnen ist, das von mir auf andere denken, ich habe es nie nachvollziehen konnen wie Blind und rücksichtlos manche Leute mit einander um gehen, dabei musst eich feststellen das ich vielleicht auch zu viel Empathie und feingefühl für andere Menschen habe das so dieses Verhalten für mich schon als sehr grob angsehen wird. Anders wiederum empfinde ich meine Sensibiltät als was sehr schönes, es hilft mir oft Menschen einschätzen zu können, oft mals gibt es Menschen die nich mit mir viel reden aber ich fühle wirklich wie Sie so sind. Abgesehen davon das ich selber ein sensibelchen bin, sind mir sensible Menschen total symatisch da Sie meist ein weiten Horizont haben und Sie meist sehr auf innerliche Werte legen und nicht auf äußerliches geschwaffel, welches vieleicht zum größten Teil nur vorgelogen ist.
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#21
..ich habe gerade fast alle Einträge gelesen und in jedem habe ich mich selbst widergefunden... es tat mir gut :)
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#22
Es ist eine Erleichterung endlich zu sehen dass ich doch relativ :-) normal bin, schon als Kind wurde mir meine Empfindsamkeit vorgeworfen, auch heute noch. Ich halte Lärm kaum aus und an manchen Tagen ist die U-Bahn Fahrt mit den vielen kalten Gesichtern um mich eine Qual. Dann gibt es wieder Tage wo ich geradezu strahle und auch fremde Menschen damit anstecken kann. Eigenartig, ja, anstrengend ja, trotzdem schön. Alles Liebe an die Menschen da draussen, die fühlen können.
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#23
Wahnsinn!...vor ca 12Std bin ich auf den Begriff "HSP" und somit endlich auf Antworten zu vielen meiner quälenden Fragen/Überlegungen gestoßen. Ich bin auch sofort in die Stadt gestürmt um mir Literatur zu besorgen. Freue mich auch total, dass ich gleich, sobald ich den Rechner runtergefahren habe noch etwas zu diesem Thema lesen kann.
Ich habe festgestellt, dass oft Schüchternheit als Eigenschaft der Sensiblen erwähnt wird. Möchte hier daher zum Ausdruck bringen, dass ich keineswegs schüchtern bin. Im Gegenteil. Ich gehe sehr gerne und offen auf Menschen zu, gerade weil ich intuitiv ihre Sehnsüchte spüren kann und dies mir ermöglicht einen individuellen Zugang zu meinem Gegenüber herzustellen. :)
Vielleicht rührt das daher, dass ich unbewusst immer danach gestrebt habe selber verstanden zu werden..und demnach Verständnis zu schenken. "Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst"/"Was Du nicht willst, das man Dir tut, das füge auch keinem anderen zu"...etc
Außerdem glaube ich, dass ich nach Austausch und Empfindungen-teilen gesucht habe. Ist mir im langfristigen Freundeskreis auch echt gelungen. Bei Bekannten manchmal. Ohne jegliche Abwertung: es handelt sich da wohl um den natürlichen Prozess der Trennung von Spreu und Weizen.
Also, ab in Welt um sie zu sensibilisieren :) -
#24
Ich denke in letzter zeit viel zu viel meiner und andera personen nach.ich wurde früher oft von meinem vater geschlagen und hab damit mein selbstbewustsein verloren.nun reite ich meinen tollen freund damit rein.was kann ich dagegen machen?
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#25
Ich bin froh das ich jetzt weiß was mit mir los ist. Ich habe schon mein ganzes Leben lang das Gefühl vollkommen anders zu sein.
Schon im Kindergarten habe ich gedacht: was ist denn hier los. Ich hab mich immer als Außenseiterin gefühlt. Mein Problem war und ist, dass ich die Gefuhle, Stimmungen und Probleme anderer Menschen fühlen MUSS. Das ist oft sehr anstrengend und ich kann mich nicht so gut davor schützen. Ich muss alles mit fühlen und oft muss ich Dinge sehen die ich nicht wirklich bennenen kann aber sie fühlen sich schlecht an. Das wiederum verwirrt mich oft. Ich bin mir dann nicht sicher ob es meins ist oder ob es zu meinem Gegenüber ghört.
Oft brauche ich einen Menschen nur kurz anzusehen oder nur kurz mit ihm reden und ich weiß alles über ihn. Auch seine Probleme und dann möchte ich ihm das sagen und ihm helfen aber das kann ich ja nicht einfach so machen. Aber dann lässt mich das alles sehr lange nicht los und ich muss immer zu darüber nachdenken.
Manchmal hilft nur noch Flucht aus der Situation. Deshalb muss ich mich mehr als mir lieb ist zurückziehen. Das wiederum macht mich einsam. Und ich fühle mich dann wieder unterfordet. Aber anderseitz bin ich doch so gern mit interressanten Menschen zusammen. Wenn sie verständnissvoll und freundlich sind kann ich mich auch wohl fühlen. Leider ist das nur sehr selten der Fall.
Oft sind mir die Menschen unerträglich. Ich kann einfach nicht verstehen warum sie oft so sind wie sie sind. Und warum sehen sie nicht was ich sehe? Und wie oder was sehen sie? -
#26
Hallo...Was mir hier auffällt, ist das hier fast alle sensiblen nicht darauf eingehen was die Anderen hier schreiben sondern nur Ihre eigenen Einsichten beschreiben, und ich werde es gleich auch tun mich selbst beschreiben...weil wir nach Aufmerksamkeit lechtsen.... auch ich bin so hochsensibel, und hochbegabt... ich Male und liebe die Natur, die Welt. Und ich bin so traurig darüber was der Mensch aus diesem wunderbaren Planeten macht... manchmal wünschte ich mir die Menschen würden aussterben... ich stelle mir die Welt ohne Menschen als das wirkliches Paradies vor ... oder es soll nur Menschen geben die die Natur achten und so leben, das wir der Umwelt nicht schaden...für alle die gleichen Rechte... nicht andere sind Reich und andere verhungern... Ich habe schon lange nicht mehr gemalt, weil mir meine Muse fehlt... wenn ich keinen Menschen hab den ich umsorgen kann, für den ich da sein kann, dann fühle ich mich schlecht... fühle mich nur halb...ich habe immer die Antennen ausgefahren, mache mir ewig sorgen um andere und wie ich auf andere wirke und lebe dadurch garnicht mehr wirklich. Als Kind war ich extrem schüchtern, das hab ich abgelegt, aber ich hab immer noch nicht gelernt mit Mitte Vierzig mich zu wehren, ich dränge mich nicht anderen auf, ich hab keine Ellenbogen, und lasse mich leicht einschüchtern, verliere schnell den Mut und gerate, schnell in Panik, wenn es um berufliche Dinge geht. Aber wenn es darum geht andere zu beschützen wenn es um Ihr Leben geht, würde ich mein eigenes Opfern ich hab schon in einem Pistolenlauf geschaut um einem anderen Menschen zu schützen. Mein Partner hat mich vor einem Jahr verlassen, mit dem ich als erstes mal im Leben wirklich auf lägere Zeit glücklich war und ich hab mich fast aufgegeben. Ich denke seit einem Jahr täglich an Selbstmord und tue es nicht wegen meinem Sohn... weil ich nicht will das er wegen mir traurig ist...aber ich bin manchmal so traurig das ich nichts mehr genießen kann, nicht mal die schöne Welt da draußen... ich fühle mich so einsam, weil die Männer die ich treffe so einfach gestrickt sind und als Partner sich nicht eignen... weil ich keine Lust hab auf Fussball oder Formel eins oder PC Spiele, mich wundert es manchmal, das mein Sohn nicht so ist wie ich, er ist so einfach gestrickt wie sein Vater... der sich keine großen Gedanken macht wie es auf der Welt zugeht, aber in einer Hinsicht bin ich froh drüber, er leidet nicht so wie ich es oft tue. deshalb denke ich, er würde auch ohne mich leben können und irgendwann muss ich eh sterben, und wieso nicht jetzt bald. ich will mich nicht in diese harte Welt einordenen, den Job den ich jetzt hab ist schrecklich und bei einer Firma die vieles tut was ich so verachte. Niedrige Löhne und viel Müll produzieren und nicht einmal eine Pause in der man sich setzen kann... aber ich hab noch Träume ich möchte mein Häuschen mit Garten aber lohnt es sich dafür die Gesundheit zu verkaufen und malochen für einen Hungerlohn? Oder soll ich mir von meinem Ersparten ein altes Wohnmobil kaufen und durch die Welt tingeln bis es alle ist...
aber ich hab Angst alleine... aber den Job halte ich auch nicht lange aus.. ich wünschte ich könnte was tun was der Welt hilft anders zu werden. -
#27
@Nane
Auch auf die Gefahr hin dass mein Vorschlag nicht ankommt: Die Welt wird schon dadurch ein bisschen besser, wenn man zunächst seine eigene Situation ändert bzw. verbessert. Sie wird bestimmt nicht besser, wenn man sich viele Gedanken macht, wie alles anders sein könnte wenn...
Damit hilft man weder sich selbst, noch anderen oder der Welt insgesamt.
Das hört sich vielleicht etwas hart an, ist aber so. Ich bin Anfang 50 und habe auch etwas Zeit gebraucht um das zu lernen. Wenn HS zu einem großen Problem wird, dann schlage ich vor gute Bücher zum Thema zu lesen. Maikes Buch ist ein guter Einstieg! Das hilft auf jeden Fall erst Mal weiter. Und wenn das nicht reicht - und auch eine mehr oder weniger starke Neigung zur Melancholie oder Depression vorhanden ist, aus der man allein nicht herauskommt(?) - wie wäre es mit professioneller Hilfe?
Menschen sind so verschieden, und genau darum ist die Welt so wie sie ist. Es liegt aber letztlich an jedem selbst, was er mit seinem Leben macht bzw. aus seinem Leben macht. Wir hier leben sehr priviligiert und haben mehr Möglichkeiten als die meisten Menschen auf diesem Planeten. Also sollten wir diese Möglichkeiten nutzen - und wenn wir uns entsprechend verhalten, verbessern wir auch das Leben anderer Menschen, wenn auch oft nur im "Kleinen", so dass es uns selbst kaum bewusst wird.
Wenn Du einem Menschen das Leben irgendwie leichter gemacht hast, einen Menschen getröstet hast, ein Mensch weniger traurig war, weil Du da warst - schon dann hat Dein Leben einen Sinn gehabt.
-
#28
@Nane
Dein Beitrag hat mich unheimlich angesprochen und ich empfinde ganz genauso. Es erfüllt mich mit trauer, was die Menschen dieser Erde, den Tieren und der Natur, antun.
Wenn man die Bilder diese Stiertreibens in Pamplona zeigt, oder Stierkämpfe, oder auch wie die Robben getötet werden, die Wälder abgeholzt, das Wasser verseucht....das Alles macht mich endlos traurig.
Dabei ist die Welt so schön. Ich habe auch so eine sensible Ader, fühle die Gedanken, Stimmungen, Wohlwollen oder Neid und Missgunst meines Gegenüber sofort. Leider weiss ich dann nicht, wie ich mich verhalten soll, in der Regel bin ich zurückhaltend.
Andere sagen mir....warum die oder die sind doch sehr nett....nee, denke ich mir, sind sie nicht, sie sind nicht erhrlich.
Ich habe ein Problem damit und es bedrückt mich, nicht so wie andere Menschen, frei auf neue Bekanntschaften zugehen zu können.
Da ist dieser erste Blick und wenn der negativ ist, dann bin ich schon gehemmt.
Anders ist es, wenn ich Leute auf Anhieb nett finde, da bin ich sehr kontaktfreudig und freue mich auch sie zu treffen.
Welch dann meistens gute Freunde werden.
Eigentlich halte ich es so, nicht gleich mein Urteil festlegen zu wollen und die Person erstmal kennenzulernen, aber in er Regel bestätigt sich mein erster Eindruck.
Dann habe ich einen sehr intensiven Draht zu Tieren. Zu allen Tieren.
Ich strahle wohl etwas aus und sie spüren das, fühlen sich zu mir hingezogen und sind mit niemals feindlich gesinnt.
Uns ist es schon passiert, egal wohin wir im Urlaub fahren, fliegen, wir haben oft schon vom ersten Tag an eine Katze oder einen Hund, der uns dann den ganzen Urlaub über begleitet.
Ja sogar einen Vogel, der immer zu uns kam, und sich sein Brötchen abholte.
Leider gibt es auf dieser Welt wenige Menschen, die über ihren eigenen Tellerrand hinaussehen. Sehen nicht, was wir schlimmes tun, vermüllen diese Erde, ich schäme mich dafür ein Mensch zu sein.
Ich denke auch, ich bin nicht wie die meisten Menschen, aber ich stosse auf Unverständniss, allein schon weil ich Tiere mag.
Zum Beispiel mein Hund, ein Blick in seine Augen und Jeder weiss was der Andere denkt, manchmal denke ich mein hund kann meine Gedanken lesen.
So ich hoffe ich habe euch nicht zu sehr gelangweilt, freue mich sehr diese Seite gefunden zu haben. -
#29
Ich habe auch schon sehr früh gemerkt, dass ich anders bin. Lange Zeit habe ich mich gefragt, was mit mir nicht stimmt. Mittlerweile bin ich der Ansicht, dass mit mir mehr stimmt, als mit dem Rest. Nur weil 85% der Menschen weniger feinfühlig sind, mit Ungerechtigkeit und Ellenbogen-Haltung durchs Leben gehen, muss es noch lange nicht richtig sein. Natürlich muss man lernen, damit klar zu kommen, da dieses Verhalten nunmal durch die Mehrheit dominiert wird, aber alleine das Wissen darüber, dass ich im Grunde genommen nur mehr merke, mehr Wahrnehme, und somit auch besser zwischen den Zeilen lesen kann, gibt mir iwie das Gefühl -Sorry, für diese Arroganz- in gewisser Hinsicht ein weiter entwickelter Mensch zu sein. Ist einem schonmal der Gedanke gekommen, dass Hochsensibilität nicht vllt genau sowas ist ? Immerhin scheint es von der Natur gewollt zu sein, da dieser Prozentanteil von 15% nicht nur bei Menschen, sondern auch bei anderen Säugeteiren nachgewisen wurde...Man Stelle sich mal eine Welt vor, in der 85% der Menschen die Sensibilität haben, wie wir, und nur 15% weniger sensibel sind...In dieser Welt wären wir die Normalen, mit dem Unterschied, dass diese Welt viel besser funktionieren würde. Klingt arrogant ? Denkt mal genau drüber nach...sind vllt sogar Tatsachen. Ich für meinen Teil sehe diese Sensibilität auf jeden Fall nicht als eine Krankheit an, wie es der eine oder andere tut. Natürlich habe auch ich in dieser Gesellschaft damit zu kämpfen, aber das ist es mir ehrlichgesagt Wert. Ich bin wirklich stolz drauf, so zu sein. Ich verstecke mich nicht, sondern ich stehe selbstbewusst dazu, und wenn einer meint, mich verspotten zu müssen, der bekommt die Waffen eines "sensiblen Gehirns" zu spüren, nämlich ein Wortgefecht, bei dem die meisten sich oftmals nicht mehr zu Helfen wissen, weil sie gegen vernünftige Argumentationen nicht ankommen. Ich muss dazu sagen, dass man mir meine Sensibilität nicht ansehen würde, da ich ein richtig Muskulöser Kerl mit markantem auftreten bin. Hinzu kommt mein Temperament. In einem Wortgefecht gab es selten Leute, die mit Argumenten gegen meine ankamen. Also liebe mitfühlenden: hört auf zu jammern, sondern setzt eure Waffern gegen diese alltagsintrigen ein. Ihr wisst ja agr nicht, dass gerade diese Eigenschaften, die im ersten Moment als Schwäche von Seiten anderer Empfunden werden, im Grunde genommen Stärken sind, gegen die die Mewhrheit nicht ankommen würde. Voraussetzung: Selbstbewusstsein, Überwindungsfähigkeit und das Know-How über den richtigen Umgang mit den Waffen...Ich würde mich hier nicht so "Großmäulig" Äußern, wenn ich es nicht selber schon mit Erfolg ausprobiert habe. Seht euch nicht als Schwach. Seht euch als Stark, denn das seid ihr !
-
#30
Mir ist ein bisschen übel von deb vanzen eindrücken...
es fällt mir gerade schwer einen klaren gedanken zu fassen. ich habe angst das ich nicht ernstgenommen werde oder verspottet. was ist das richtige was ich sagen könnte.
Ich sehe mehr als andere. dann sage ich häufig schau mal da. mein freund liebt mich deswegwn weil er dinge sieht die er sonst nie swhen wùrde. meine beste freundin empfängt das nicht so sehr und sagt häufig das sieht nur so aus desunddesund deswegwn. alles hat bei ihr eine besswerwisserische begrünung die auf logik beruht. das macht das schöne kaputt und mich traurig.
Aber anfürsich liene ich es sensibel zu sein. meine emphathie ist -
#31
Nicht so geschult das ich helfen könnte weil ich manchmal einfach nur fühle und nicht zuordnen kann. es ist so viel ich verliere mich zuhäufig. ich versuche krampghaft zu helfen und bedränge die leute dabei zu sehr...
aber manchmal klappt es. das ist toll.
Das schlechte ist das ich ein sehr.mieses verhältnis zu meinen eltern habe. sie sind grausam. mein vater ist auch hochsensibel und es ist anstrengend für mich auf ihn rücksicht zu nehmen weil er dabei gleichzeitig ausrastet und veetzend wirkt. meine mutte bat kein gefühl für andere und nur für sich das ist der grund warum beide keine rücksicht auf mich nehmen und ich die balance halten muss damit wir uns nicht streiten und alles. und das merken sie noch nichteinmal sondern geben mir die schuld. ich hasse sie dafür.
-
#32
Ich wollte noch sagen das ich kickboxen mache und die körperliche extreme geniesse. ich liebe es meine gegner zu besiegen.oder zu überbieten weil ich dann um das zu erreichen eine strategie brauche.. ich denke dann nichts anderes mehr. genau wie wenn ich zeichne oder algebra gemacht habe in der schule.. dann dachte ich auch.nichts

Wahrlich, keiner ist weise
Der nicht das Dunkle kennt,
Das unentrinnbar und leise
Von allen ihn trennt.
H. Hesse